Coloskopie mit Polypektomie (Darmspiegelung)

Warum wird eine Darmspiegelung durchgeführt?

  • Abklärung von Bauchschmerzen
  • Abklärung von Durchfällen
  • Abklärung von unklaren Blutungen
  • Abklärung von positiven Hämokkulttesten

 

Wie funktioniert eine Darmspiegelung ?

Nach getrennter Untersuchung des Enddarms (Hämorrhoiden usw.) erfolgt die weitere Untersuchung mittels eines Endoskops, einer Art Schlauch mit Videokamera an der Spitze. Die Videobilder werden vom Prozessor empfangen und an den Computer weitergeleitet. Am Bildschirm erscheint ein genaues und vergrößertes Bild vom Inneren des Darmes. Man kann die Oberfläche genau betrachten und eventuelle Entzündungen, Polypen, Geschwüre, Tumoren und andere Veränderungen sicher diagnostizieren und ggf. Proben entnehmen. Diese werden unter dem Mikroskop im Anschluss an die Untersuchung vom Pathologen genau beurteilt z.B. auf Bakterien, entzündliche oder bösartige Veränderungen.

Was wird bei einer Darmspiegelung angeschaut?

  • Der gesamte Dickdarm (Enddarm, Rektum, Sigma, Kolon)
  • Das letzte Stück des Dünndarms (terminales Ileum)

Was für therapeutische Maßnahmen können bei einer Darmspiegelung getroffen werden?

  • Abtragung von Polypen
  • Aufdehnung von Engstellungen
  • Stillen von Blutungen

Während der Darmspiegelung schlafen Sie, sofern Sie dieses wünschen, deshalb dürfen Sie ggf. nach der Untersuchung 12 Stunden kein Kraftfahrzeug führen!

 

Vorsorgecoloskopie:

Warum raten wir zur Vorsorgecoloskopie?

Jedes Jahr erkranken in Deutschland 57.000 Menschen an Dickdarmkrebs = Colonkarzinom, das ist etwa jeder Zwanzigste. Immer noch sterben 30.000 Menschen an Darmkrebs jährlich. Das macht das Colonkarzinom zur zweithäufigsten Todesursache an Krebs - bei Frauen und Männern gleichermaßen.
Wird ein solcher Tumor jedoch frühzeitig entdeckt, bestehen gute Heilungschancen, denn über 90% der Darmtumore entwickeln sich langsam über Jahre hinweg aus gutartigen Wucherungen (Polypen, Adenome), die bei einer Coloskopie bereits entfernt werden können.
Mit einem guten Vorsorgeprogramm könnte die Sterblichkeit an Darmkrebs stark verringert werden. Deshalb wird ab dem 55. Lebensjahr eine Vorsorgecoloskopie = Darmspiegelung zur Krebsvorsorge von der Krankenkasse übernommen. Die Coloskopie kann dann alle 10 Jahre vorgenommen werden, diese eine Spiegelung in 10 Jahren senkt das Erkrankungsrisiko bereits um 90%! Sie sollten diese Leistung auch dann in Anspruch nehmen, wenn Sie vollkommen beschwerdefrei sind, da eine frühzeitige Erkennung von Darmkrebs lebensrettend sein kann.
Ein Teil der Darmkrebserkrankungen sind erblich bedingt. Deshalb: Sollte in ihrer Familie schon einmal Darmkrebs aufgetreten sein, kommen Sie früher zum Arzt und lassen sich untersuchen!

 

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